Wenn Musik erklingt und der Himmel nicht zu hören ist, dann ist der entscheidende Punkt verloren gegangen.

Jedes Jahr bildet der Blockkurs „Lobpreistheologie“ den Startpunkt der SWS Ausbildung. Wir baten einige Studenten festzuhalten, was ihnen dabei persönlich wichtig geworden ist. Folgenden Artikel schreibt Rebecca, Songwriting Studentin an der SchallWerkStadt 2018/19:

„Lobpreis ist mehr als nur Musik – eigentlich umfasst es unser ganzes Leben!“ So oft habe ich diese Zeile schon gehört und tatsächlich auch gedacht, verstanden zu haben. Doch je mehr Tage vergingen und wir uns mit dem Kursmaterial von Dr. John Johnson über Lobpreistheologie beschäftigten, desto mehr wurde meine Aufmerksamkeit weg von jeglicher musikalischer Lobpreistheorie hin zu einem Leben für Gott gelenkt.

Lobpreis ist elementar! Anbetung legt den Grundstein für mein und dein Leben. Anbetung heißt zunächst nicht, einer Akkordfolge zu folgen, sondern ganz simpel Jesus zu folgen. Anbetend kann nur einer sein, dem einmal die Füße gewaschen wurden, und der erkennt, dass er in Abhängigkeit steht zu unserem Schöpfer. Es kann nur der etwas Neues schaffen, der empfängt, und genau diese Offenbarung ist gottgegeben. Wer also versucht, aus eigener Kraft zu erschaffen, der konzentriert sich zu stark auf den Ton und zu wenig auf den, der ihm zu diesem Ton verholfen hat. Das heißt nicht, dass wir uns diesem Ton und der Übung am Instrument nicht auch widmen dürfen! Professionalität, oder besser noch Exzellenz, hat ganz klar seinen Platz in der Anbetung – aber auch hier kann man nur sein Bestes geben, wenn man verstanden hat, für wen man im Leben unterwegs ist!

Musik, so wie auch andere künstlerische Ausdrucksformen, dienen der Verherrlichung Gottes. Aber die Verherrlichung Gottes hat ihren Ursprung nicht in der Musik, sondern in meinem Herzen. Da stellte sich mir die Frage: Wie klingt meine Stimme außerhalb der Chorprobe? Wofür setze ich meine Hände ein außerhalb der Bandprobe? Wer seinem Nächsten kein Mittagessen kochen kann, der sollte vielleicht seine Gitarre für eine Zeit lang in die Ecke stellen! Denn wenn Musik erklingt und der Himmel nicht zu hören ist, dann ist der entscheidende Punkt verloren gegangen. Nur wenn wir auf der Erde eintreten in den Gesang der Engel und Gottes Gegenwart einladen, kann Musik heilig werden. Und was daraus dann resultiert, das nenne ich Lobpreis!